SPD-Fraktion Darmstadt-Dieburg
 

Schulstandort Schaafheim soll langfristig erhalten werden

Presse

Die Ampelkoalition im Kreistag Darmstadt-Dieburg widerspricht den Behauptungen der Schaafheimer CDU, der Landkreis würde die Klassen 5 bis 10 an der Eichwaldschule aufgeben und den Schulstandort auf eine Grundschule reduzieren wollen. „Ziel der Koalition ist es den Schulstandort in Schaafheim langfristig zu erhalten und zukunftsfest zu machen“, stellt die Fraktionsvorsitzende der SPD, Christel Sprößler fest. Sprößler wirft der örtlichen CDU „Panikmache“ vor, da sie in einer Pressemitteilung den Eindruck erweckt, der Landkreis würde bald die Klassen 5 bis 10 in Schaafheim schließen wollen.  

 

SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP sind sich darüber einig, dass der Landkreis in die Eichwaldschule investiert und seinen Beitrag dazu leistet, den Schulstandort zu erhalten. Bei den Planungen müsse man aber auch die neuen Entwicklungen in der Gemeinde berücksichtigen. Sinkenden Schülerzahlen, abnehmende Neubautätigkeiten und Veränderungen in der Schullandschaft der umliegenden Kommunen sorgen dafür, dass die Planungen angepasst werden müssen. Für die Einrichtung einer Mittelstufenschule, die der Landkreis als Schulträger gerne umsetzen würde, ist die Kooperation mit einer Berufsschule notwendig. Die in zumutbarer Entfernung liegende Landrat-Gruber-Schule in Dieburg hat dafür allerdings keine Kapazitäten. Der Vorschlag der CDU, eine „Bezugsberufsschule in Aschaffenburg“ zu suchen, ist schon allein deshalb untauglich, weil es ein derartiges Angebot in Bayern überhaupt nicht gibt. „Da aktuell die Schülerzahlen auch für die Errichtung einer Integrierten Gesamtschule bei weitem nicht ausreichen, müssen wir neue Lösungen finden, um zu gewährleisten, dass die Kinder auch in Zukunft bis zur 10. Klasse in die Eichwaldschule gehen können“, erklären die Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen, Marianne Streicher-Eickhoff und Prof. Friedrich Battenberg.

Kritik äußert die Ampelkoalition auch darüber, dass die CDU interne Informationen aus einem Abstimmungsgespräch mit der Schulgemeinde und der lokalen Politik zum Anlass für ihre Pressemitteilung nimmt. Ziel war es, dass man den Akteuren vor Ort die Sachlage erläutert und gemeinsam eine langfristige Perspektive für die Schule erarbeitet. „Wenn die CDU diese internen Beratungen zum Anlass nimmt, lieber Stimmung zu machen, anstatt sich für eine Lösung für den Schulstandort einzusetzen, verdeutlicht dies, dass ihnen die Effekthascherei wichtiger ist als die Mitarbeit an einer konstruktiven Lösung“, erklärt Wilhelm Reuscher, Fraktionsvorsitzender der FDP abschließend.